Karlsruhe zeigt BAYER klar die Grenzen auf

Mit 75:98 unterliegen die BAYER GIANTS am 28. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA 2025/26 den PS Karlsruhe LIONS.

Dennis Heinzmann & Co. hatten gegen Karlsruhe das Nachsehen / Foto: Uwe Pulsfort
Dennis Heinzmann & Co. hatten gegen Karlsruhe das Nachsehen / Foto: Uwe Pulsfort

Für die BAYER GIANTS Leverkusen war der 28. Spieltag ein gebrauchter Abend. Der deutsche Rekordmeister unterlag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA 2025/26 den PS Karlsruhe LIONS deutlich mit 75:98. Eine Niederlage, welche hochverdient war: „Karlsruhe war klar überlegen“, stellte Headcoach Michael „Mike“ Koch nach der Partie fest. „Wir hatten große Probleme mit der Physis der Gäste und haben defensiv keinen Zugriff bekommen. Gleichzeitig hat Karlsruhe seine Würfe hochprozentig getroffen. Das war von uns kein guter Auftritt – so können wir im Abstiegskampf nicht spielen.“

Der Spielverlauf: LIONS dominieren in der Ostermann-Arena

Die GIANTS erwischten zunächst den besseren Start. Mit gutem Ballmovement und Tempo im Umschaltspiel erspielten sich die Hausherren früh eine 11:2-Führung (3. Minute). Ein sehenswerter Korbleger von Luca Finn Kahl nach Vorarbeit von Kobe Langley markierte den Höhepunkt der guten BAYER-Anfangsphase. Karlsruhes Trainer und Ex-„Gigant" Demond Greene reagierte früh mit einer Auszeit – und die zeigte Wirkung. Die LIONS fanden ihren Rhythmus, arbeiteten sich Punkt für Punkt heran und gingen in der 6. Minute erstmals in Führung (17:14). Leverkusen verlor in dieser Phase den Zugriff, während Karlsruhe offensiv immer sicherer agierte. Mit 18:28 endete aus Sicht der Gastgeber das erste Viertel.

Im zweiten Abschnitt gelang es den Farbenstädtern zunächst, den Rückstand konstant zu halten. Wirklich näher kamen sie jedoch nicht heran. Karlsruhe antwortete auf nahezu jeden Leverkusener Korberfolg und kontrollierte das Spiel. Kurz vor der Pause setzten die Gäste den nächsten entscheidenden Lauf: Ein 9:0-Run, abgeschlossen durch einen Dreier von Isaiah Hart, brachte die LIONS mit 49:30 in Führung (18. Minute). Die „Riesen vom Rhein" verkürzte bis zur Halbzeit noch leicht, gingen aber mit einem deutlichen 41:56-Rückstand in die Kabine.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Baden-Württemberger das tonangebende Team. Die LIONS trafen weiterhin sicher von außen und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Beim 45:75 (25. Minute) war die Partie entschieden. Im Schlussviertel ging es vor allem um Ergebniskosmetik. Beide Trainer nutzten die Gelegenheit zur Rotation, ohne dass sich am Spielverlauf noch etwas änderte. Karlsruhe brachte den Vorsprung souverän ins Ziel. Schlussendlich verließen die Klubs beim Endstand von 75:98 vor 1.442 Zuschauern die Rundsporthalle.

Koch: „Für uns steht in Crailsheim eine schwierige Aufgabe an“

Trotz der Pleite hat sich an der Tabellensituation für LEV nichts geändert. Nach 28 absolvierten Spieltagen werden die „Koch-Schützlinge“ weiterhin auf einem Nichtabstiegsplatz stehen. Allerdings haben die SBB Baskets mit ihrem Sieg am Wochenende gegen die Tigers Tübingen (82:71) an Boden gut gemacht. Auch Münster konnte einen Erfolg einfahren (79:73 vs. Nürnberg). Es bleibt also weiterhin spannend im Keller der ProA.

Am kommenden Wochenende reisen Sebastian Brach, Ricardo Lynch & Co. zu den HAKRO Merlins Crailsheim: „Eine unfassbar schwierige Aufgabe“, gibt Trainer Koch, Stirn runzelnd, zu bedenken. „Die Merlins gehören zum erweiterten Favoritenkreis um den Aufstieg in die easyCredit-BBL. Das ist eine Nuss, welche nur ganz schwer zu knacken ist. In dieser Trainingswoche, werden wir hart arbeiten müssen.“ Und Karlsruhe? Die LIONS haben die Aufstiegsrunde fest im Visier: „Wir müssen schauen, dass wir unsere Hausaufgaben machen“, so Gastcoach Demond Greene. „Wenn uns dies gelingt, sind sicherlich auch die Playoffs für uns möglich.“

Scoring BAYER GIANTS Leverkusen (vs. Karlsruhe): Dennis Heinzmann (15 Punkten / 5 Rebounds); Kobe Langley (14 P. / 4 Assists), Ricardo Lynch (8), Donte Nicholas (8), Sören-Eyke Urbansky (8), John Williams Jr. (8), Lök Lol Wur (7), Luca Finn Kahl (5), Sebastian Brach (2) und Calin Nita. 

Christopher Kwiotek (CK)


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