Scouting

Bei den BAYER GIANTS Leverkusen hat sich ein eingespieltes Scoutingteam in den vergangenen Jahren etabliert. Der Fokus liegt dabei auf punktgenaue Arbeit, welche ganz schön herausfordernd ist…

Doch was ist das überhaupt, dieses „Scouting“? Wer jetzt den Begriff eher mit der Sichtung von Spielern und Talenten verbindet, befindet sich auf dem Holzweg. Im Scouting wird jede Aktion auf dem Parkett während der 40 Spielminuten erfasst. Ein Fehlwurf von der Dreierlinie oder ein Ballverlust aufgrund eines Schrittfehlers? All das wird vom Scouting-Team digital am Computer festgehalten und kann auf der Seite der zweiten Liga unter
www.2basketballbundesliga.de eingesehen werden.

Der Tag beginnt für einen der drei Scouter etwa eine Stunde vor Beginn der Partie. Meistens hört dieser auf den Namen Marc Hackelberg, der sich zu einer festen Säule der Leverkusener Statistiker etabliert hat. Ob ProA, 1. Regionalliga West, NBBL oder JBBL: „Hacki“ ist stets für den TSV Bayer 04 in der Ostermann-Arena oder der HerbertGrünewald-Halle im Einsatz. Der 23-Jährige baut zunächst den Laptop auf, schließt sämtliche Hardware an und bereitet dann das Spiel vor. Hierfür stellt die Liga eine Importdatei zur Verfügung, bei der die Mannschaften und Spieler mit IDs hinterlegt sind. Dies ist vor allem beim Statistik-Upload nach der Begegnung wichtig.
Wenn es dann ernst wird und der Sprungball erfolgt ist, wird es auch ab und an mal leicht hektisch in der „Scoutingbox“: „Hast du den Mitteldistanzwurf vom linken Ellbow von Nummer 11?“ oder „den Rebound hatte die 13, nicht 17!“ – Die Konzentration ist hoch und viele aufeinanderfolgende Aktionen machen es den Statistikern nicht einfach. Dennoch macht Hackelberg die Aufgabe Spaß: „Man trägt große Verantwortung und ist ein wichtiger Teil des Spiels. Wir müssen exakt jede Aktion wiedergeben und am Ende kann man genau sehen, was man vollbracht hat.“

Hilfreich ist dabei vor allem ein eingespieltes Team. Scouter wie Chiara Gotzmann, Astrid Bick, Nico Peters, Anton Lützenkirchen, Lucas Menck, Christopher Kwiotek, Florian Heinz oder der bereits erwähnte Marc Hackelberg kennen sich untereinander seit vielen Jahren und können sich aufeinander verlassen: „Das Teamwork beim scouten ist das A und O“, sagt „Hacki“. „Wir sind eine gute Gemeinschaft, die sich permanent unterstützt. Alle Scouter sind hilfsbereit und sollte jemand mal kurzfristig ausfallen, haben wir immer Personen in unserer Gruppe, die übernehmen können. Das hilft allen Beteiligten, um sich voll dem Spiel zu widmen.“

Doch wie das Anschreibeteam wehren sich auch die Scouter nicht gegen Zuwachs. Ein gewisses Basketballverständnis benötigt man zwar, dennoch ist der Einstieg als Ansager (derjenige, der der Person am Laptop die Aktionen auf dem Feld weitergibt) nicht schwer. Mit der Hilfe eines erfahrenen Teams ist der Einstieg für Anfänger möglich. Neben einer kleinen Aufwandsentschädigung, gibt es für die Statistiker nach den Spielen der BAYER GIANTS ein gemeinsames Helferessen. Dort wird dann noch einmal über die ein oder Aktion diskutiert – auch ob nicht doch der Spieler mit der Nummer 17 Rebounds hatte und nicht die 13…

Text: Christopher Kwiotek (Pressesprecher)

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