Schmerzhafte Niederlage im Abstiegskampf
Am Ende blieb nur Enttäuschung zurück. Enttäuschung, über die vertane Chance, sich im Abstiegskampf Luft zu verschaffen. Trauer, über eine Niederlage, welche nicht hätte sein müssen. Den rund 45 mitgereisten GIANTS-Fans konnte man den Frust ohne Zweifel ansehen, denn die Anhänger haben ihr Team über 40 Spielminuten lautstark angefeuert. Nichtsdestoweniger ist der 84:80-Erfolg der Uni Baskets Münster kein unverdienter, im Gegenteil: Die Universitätsstädter waren am 23. Spieltag einfach die abgezocktere Mannschaft am „Berg Fidel“.
Dabei hatten die Leverkusener Korbjäger sehr wohl die Möglichkeit, das NRW-Duell in der Fremde für sich zu entscheiden. Über die gesamte Begegnung hinweg begegneten sich beide Klubs auf Augenhöhe. Weder Münster noch die GIANTS konnten sich entscheidend absetzen. So konnte der ProB-Champion von 2025 wie die Uni Baskets je zwei Viertel für sich entscheiden. Dennoch war vor allem der 11 Punkte Rückstand nach 32 absolvierten Minuten (75:65) für die Rheinländer nur schwer zu neutralisieren. Die „Giganten“ waren stets im Hintertreffen und hatten arge Schwierigkeiten mit dem schnellen und athletischen Spiel des Gegners. So konnten die Farbenstädter zwar zum Schluss der Partie noch an Boden gut machen, den Sieg ließen sich die Mannen von der Ems nicht mehr nehmen.
Der Grund für die Niederlage ist auf den ersten Blick nicht leicht auszumachen. Statistisch gesehen haben sich weder Münster noch nennenswerte Vorteile erspielt. Die Reboundstatistik war ausgeglichen, die Feldwurfquoten ebenfalls. Während BAYER in der Kategorie „Steals“ dominierte (2:8), verteilten die Baskets den Ball deutlich besser (Assists: 20:13). Schlussendlich trafen die Gastgeber einfach mehr Würfe von außerhalb der Dreipunktelinie. Münsters 13 Erfolge aus der Distanz „überstrahlen“ die sechs Treffer der GIANTS von „Downtown“.
BAYER-Coach Michael „Mike“ Koch fasst zusammen: „Wir haben von der ersten bis zur letzten Sekunde mitgespielt, es ist uns jedoch nicht gelungen, die Kontrolle über das Spielgeschehen zu übernehmen. Das hat am Ende den großen Unterschied gemacht, dass Münster ihren Stiefel runtergespielt hat. Wir haben zwar Druck gemacht, aber konnten dann einfach nicht für die Wende sorgen und in Führung gehen. Diese Niederlage schmerzt natürlich brutal, aber wir werden weitermachen. Es gilt, hart zu arbeiten und aus dieser Pleite zu lernen.“ Wie so oft, wollte sich der Hauptübungsleiter des 14-maligen Deutschen Meisters noch bedanken: „Die Fans haben uns supportet, lautstark angefeuert und waren auch in schwierigen Phasen da. Besten Dank an alle mitgereisten Anhänger.“
Für die „BAYER-Boys“ geht es am kommenden Wochenende weiter. Am Samstag (21.02.2026) sind um 18 Uhr die Tigers Tübingen zu Gast in der Rundsporthalle.
Scoring BAYER GIANTS Leverkusen (vs. Uni Baskets Münster): Dennis Heinzmann (25 Punkte), Kobe Langley (17), Luca Finn Kahl (12), Lök Wur (8), Ricardo Lynch (7), Sebastian Brach (4), John Williams Jr. (4), Donte Nicholas (3), Lars Kremer (DNP), Sören Urbansky (DNP).
Christopher Kwiotek (CK)