Auf Augenhöhe mit dem Spitzenreiter

Am 26. Spieltag unterlagen die BAYER GIANTS Leverkusen dem Team von Phoenix Hagen vor 2.158 Zuschauern in der Ostermann-Arena mit 85:91. 

Spielergebnis vs.
BAYER GIANTS Leverkusen85:91Phoenix Hagen
Schrammte mit seiner Mannschaft knapp am Sieg vorbei: Dennis Heinzmann / Foto: Uwe Pulsfort
Schrammte mit seiner Mannschaft knapp am Sieg vorbei: Dennis Heinzmann / Foto: Uwe Pulsfort

Nach dem Ende der Begegnung zwischen den BAYER GIANTS und Phoenix Hagen war das Meinungsbild unter den Leverkusener Fans geteilt. Die einen sahen eine vertane Siegchance gegen den Spitzenreiter, der an diesem Abend durchaus schlagbar wirkte, die anderen freuten sich über einen starken Auftritt ihrer Mannschaft. In einem Punkt waren sich die 2.158 Zuschauer in der Ostermann-Arena jedoch einig: Diese Partie war beste Werbung für den Basketball der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Am Ende unterlagen die GIANTS dem Tabellenführer mit 85:91.

Der Spielverlauf: Ein Auf und Ab der Gefühle

Kurz vor Spielbeginn keimte bei den BAYER-Anhängern zusätzliche Hoffnung auf. Mit Ryan Schwieger, Lucas N'Guessan (beide verletzt) und Devin Schmidt (gesperrt) fehlten bei den Gästen gleich drei wichtige Akteure. Dennoch erwischte Phoenix den besseren Start. Dennis Nawrocki traf seine ersten beiden Distanzwürfe und brachte die Hagener früh mit 6:0 in Führung (2. Minute).
Die GIANTS zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt. Der wichtige 72:70-Erfolg am Freitag in Bochum hatte sichtbar Selbstvertrauen freigesetzt. Mit einem 8:0-Lauf drehten die Hausherren die Partie und übernahmen ihrerseits die Führung (8:6, 4. Minute). In der Anfangsphase entwickelte sich ein temporeiches Spiel, in dem beide Teams mit offenem Visier agierten. Zwar nahm das Tempo im weiteren Verlauf des Viertels etwas ab, doch die Begegnung blieb hochunterhaltsam. Nach zehn Minuten lagen die Leverkusener knapp mit 25:24 vorne.

Auch im zweiten Viertel begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Allerdings gelang es den Gästen nun besser, die GIANTS defensiv vor Probleme zu stellen. Während die „Riesen vom Rhein“ vor allem mit ihrer Distanzwurfquote haderten, setzte Phoenix immer wieder kleine Nadelstiche. Dennoch blieb BAYER in Schlagdistanz. Den Hagenern gelang es nicht, sich entscheidend vom 14-maligen deutschen Meister abzusetzen. Die Partie blieb ein echtes „Neck-and-Neck“-Game mit zahlreichen sehenswerten Szenen. Beim Stand von 41:45 aus Leverkusener Sicht ging es schließlich in die Halbzeitpause.

Die dritte Periode verlief zunächst etwas zäher. Auf beiden Seiten machte sich eine gewisse Müdigkeit bemerkbar, wovon vor allem die Gäste profitierten, die zunehmend die Kontrolle über das Spielgeschehen übernahmen. Nach einem Korbleger von Fabian Bleck lag Phoenix erstmals mit sechs Punkten in Führung (56:50, 25. Minute). Die Partie drohte zu kippen, doch eine hitzige Szene sorgte für neue Dynamik auf Seiten der Gastgeber. Donte Nicholas und Hagener Aufbauspieler Marcus Graves gerieten in einer unübersichtlichen Situation aneinander. Während Nicholas ein technisches Foul erhielt, musste Graves nach einem unsportlichen Foul inklusive zusätzlichem technischen Foul vorzeitig vom Feld. Die GIANTS nutzten das Momentum und kämpften sich zurück. Nach drei Vierteln stand ein ausgeglichenes 64:64 auf der Anzeigetafel.

Im Schlussabschnitt blieb es lange spannend. Beide Teams schenkten sich nichts und kämpften verbissen um die wichtigen Punkte. Großen Jubel löste Sören-Eyke Urbansky aus, der mit seinem dritten Dreier des Abends in der 32. Minute zur 72:70-Führung traf.
Phoenix zeigte jedoch die Reaktion eines Spitzenteams. Die Führung wechselte mehrfach, ehe die Gäste in der entscheidenden Phase die besseren Lösungen fanden. Bjarne Kraushaar, der den ausgeschiedenen Marcus Graves stark vertrat, traf 90 Sekunden vor Schluss einen wichtigen Zweier zum 86:83. Kurz darauf setzte Jeffrey Carroll mit einem schwierigen Fadeaway-Wurf den entscheidenden Treffer zum 88:83 (39:11). Am Ende fehlte den GIANTS etwas die Kraft, sodass Phoenix die Partie mit 91:85 für sich entschied. Trotz der Niederlage verabschiedeten die Fans ihre Mannschaft mit aufmunterndem Applaus.

Statistisch bester Leverkusener war einmal mehr Center Dennis Heinzmann. Mit 16 Punkten und neun Rebounds verpasste er bei einer Gesamteffektivität von 25 nur knapp ein weiteres Double-Double. Ebenfalls 16 Zähler erzielte Kobe Langley, der zudem acht Assists verteilte. Zweistellig punkteten außerdem John Williams Jr. (12) und Luca Finn Kahl (10).

Koch: „Hagen war in der Schlussphase cleverer“

GIANTS-Headcoach Michael „Mike“ Koch zeigte sich nach der Partie trotz der Niederlage zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Wenn man sieht, wo wir noch im November und Dezember 2025 standen und wo wir jetzt sind, dann ist das ein himmelweiter Unterschied. Bei uns entwickelt sich zunehmend Konstanz. Auch gegen Hagen hat man gesehen, dass wir mit den Topteams der Liga mithalten können – selbst wenn Phoenix ersatzgeschwächt war. Am Ende geht der Sieg für die Gäste aber in Ordnung. Sie waren in der Schlussphase einfach cleverer und hatten mit ihrer Erfahrung die besseren Lösungen. Trotzdem gehen wir erhobenen Hauptes aus diesem Doppelspieltag in die neue Trainingswoche. Wir sind auf einem sehr guten Weg.“

Am Samstag (14.03.2026, 19:30 Uhr) geht es für die „Riesen vom Rhein“ auswärts weiter. Dann gastieren Sebastian Brach, Ricardo Lynch & Co. bei den Paderborn Baskets in Ostwestfalen. Für die Partie beim Tabellenfünfzehnten bieten die GIANTS einen Fanbus an. Interessierte können sich für weitere Informationen per E-Mail an fans@giants-leverkusen.de anmelden.

Scoring BAYER GIANTS Leverkusen: Dennis Heinzmann (16 Punkte), Kobe Langley (16), John Williams Jr. (12), Luca Finn Kahl (10), Sören-Eyke Urbansky (9), Donte Nicholas (8), Lok Lol Wur (7), Sebastian Brach (7), Ricardo Lynch und Calin Nita (DNP). 

Christopher Kwiotek (CK)


Zurück

Telefon Ort E-Mail Navigation aufklappen Prev Next Häkchen Listenpunkt Navigation schließen Suche Standort Frage Tickets Tabelle Ansprechperson Spielplan