An der Sensation vorbeigeschrammt

Spielergebnis vs.
BG Göttingen65:63BAYER GIANTS Leverkusen
Am Ende fehlte den GIANTS ein Dreier zum Erfolg über die BG / Foto: BG Göttingen
Am Ende fehlte den GIANTS ein Dreier zum Erfolg über die BG / Foto: BG Göttingen

Die Überraschung war nah, zum Greifen nah, doch am Ende fehlte das letzte Quäntchen Glück…
Mit 63:65 verloren die BAYER GIANTS am 22. Spieltag beim Tabellenzweiten der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, der BG Göttingen. Dabei bekamen die rund 2.013 Zuschauer in der Sparkassen Arena eine durchweg spannende Begegnung zu sehen, in welcher sich die beiden Mannschaften bis zur Schlusssekunde auf Augenhöhe begegneten. In der Schlussphase hatten die Niedersachsen die besseren Argumente auf ihrer Seite und sicherten sich so, nicht unverdient, die zwei Punkte in Deutschlands zweithöchster Spielklasse.

Der Spielverlauf: Am Ende fehlen BAYER zwei Punkte...

Göttingens Trainer Fabian Strauß, der am Spieltag seinen 33. Geburtstag feierte, fand anerkennende Worte für die Farbenstädter: „Riesigen Respekt an Leverkusen. Ich habe schon im Hinspiel gesagt: Das ist die ekligste defensive Variante, die Basketball-Deutschland seit langem gesehen hat. Aber auch das zeichnet Qualität aus, sie waren extrem gut vorbereitet. Wir haben den Jungs Aufgaben gegeben, wie wir das lösen können. Ein paar davon haben funktioniert und wir hatten ein paar offene Dreier, hätten aber kein Scheunentor getroffen.“
In der Tat war die Paarung kein Fest für Offensivfanatiker. Beide Mannschaften konnten im Angriff nicht überzeugen und so definierten sich Leverkusen und die BG über die hauseigene Defense. Dies kam eher den Gästen zu Gute, welche so Sicherheit fanden und die Stärken des Spitzenteams aus Göttingen arg einschränken konnten.

Die Führung wechselte im Verlauf der 40 Spielminuten mehrmals zwischen beiden Mannschaften. Richtig gut für die Gäste lief es zum Ende des dritten Durchgangs, als man mit sieben Zählern in Front lag (46:53): „Wir haben es in dieser Phase richtig gut gemacht, haben im Angriff wichtige Würfe getroffen und die BG überhaupt nicht zur Entfaltung kommen lassen“, gibt BAYER-Trainer Michael „Mike“ Koch nachdenklich zu Protokoll.
Im Anschluss aber drehte Göttingen die Partie zu ihren eigenen Gunsten. Der frühere Bundesligist wirkte in der Schlussphase deutlich frischer als das Auswärtsteam und verwertete die offenen Wurfmöglichkeiten effizienter. 12 Sekunden vor dem  Ende lagen die Hausherren mit 63:60 in Front. Die GIANTS hatten in Person von Lök Wur die ganz große Chance, per Dreier die Begegnung in die Verlängerung zu schicken. Doch der Distanzshot verfehlte sein Ziel und schlussendlich feierten die Universitätsstädter einen 65:63-Erfolg.

Nach seinem guten Auftritt gegen die GIESSEN 46ers konnte Dennis Heinzmann noch eine Schippe drauflegen und zwar im Punkt „Effizienz“. Der Center erzielte 17 Punkte (davon traf er sieben seiner insgesamt acht Freiwürfe) und griff sensationelle 16 Rebounds ab. Dies bedeutete eine Effektivität von 30. Lök Wur bestach in der Offensive mit vier erfolgreichen Würfen von „Downtown“ und blockte gleich drei Wurfversuche des Gegners (Effektivität: 19). Zweistellig scorte des Weiteren Sören-Eyke Urbansky (11).

Koch: „Wir sind auf einem guten Weg!"

In seinem Abschlussstatement fand Koch folgende Worte: „Gratulation an Göttingen zu diesen zwei erkämpften Zählern in eigener Halle. Beide Mannschaften haben bis zur Schlusssekunde alles hineingeworfen, von daher kann ich meinen Jungs keinen Vorwurf machen. Der Doppelspieltag hat in den letzten Minuten seinen Tribut gezollt, dennoch hatten wir gegen ein Spitzenteam der Liga die Möglichkeit, in die Verlängerung zu gehen. Alles in allem hat es nicht gelangt und natürlich tut uns diese Niederlage weh. Der Trend allerdings spricht für uns. Wir werden in der Verteidigung zusehends stärker, stellen unsere Gegner vor große Schwierigkeiten und stabilisieren uns. Wenn wir so weitermachen, bin ich mir sicher, dass wir noch einige Siege einfahren werden!“

Scoring BAYER GIANTS (vs. BG Göttingen): Dennis Heinzmann (17 Punkte, 16 Rebounds), Lök Wur (14, 3 "Block Shots"), Sören-Eyke Urbansky (11), John Williams Jr. (9), Luca Finn Kahl (5), Kobe Langley (5), Sebastian Brach (2), Donte Nicholas, Ricardo Lynch und Calin Nita (DNP).

Christopher Kwiotek (CK)


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